AP1-Themen & Inhalte: Was kommt dran?

Die AP1 dreht sich rund um das „Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes". Aber was bedeutet das konkret? Hier bekommst du alle wichtigen AP1-Themengebiete im Überblick, und erfährst, was du in jedem Bereich können musst, um in der Prüfung sicher zu punkten.

Die AP1 (Abschlussprüfung Teil 1) ist für alle IT-Berufe identisch und steht unter dem Leitthema „Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes". Genau daraus ergeben sich die AP1 Themen: Du planst, richtest ein, vernetzt, sicherst ab und rechnest nach. Wer wissen will, was in der AP1 dran kommt, sollte die folgenden Themengebiete kennen. Welche AP1 Inhalte konkret abgefragt werden, kann je nach Prüfungstermin variieren, die verbindliche Liste der AP1 Themengebiete steht immer im Prüfungskatalog deiner IHK.

1. IT-Arbeitsplatz einrichten

Das Herzstück der AP1. Hier geht es darum, einen kompletten Arbeitsplatz sinnvoll zusammenzustellen und in Betrieb zu nehmen. Du solltest die wichtigsten Hardware-Komponenten (CPU, RAM, Speicher, Mainboard, Grafik) und ihre Kennzahlen kennen und einschätzen können, welche Ausstattung zu welchem Einsatzzweck passt.

Dazu kommen Peripheriegeräte (Monitor, Drucker, Eingabe­geräte) mit ihren Schnittstellen, die Auswahl eines passenden Betriebssystems sowie die Inbetriebnahme, also Installation, Konfiguration und ein erster Funktionstest. Typische Aufgaben: Komponenten begründet auswählen, Anschlüsse zuordnen oder einen Beschaffungsvorschlag erstellen.

2. Netzwerktechnik

Kaum ein Arbeitsplatz steht heute allein, deshalb sind Netzwerkgrundlagen ein fester Bestandteil der AP1. Du musst mit IP-Adressen umgehen, das Prinzip von Subnetzen und Subnetting verstehen und kleine Netze aufteilen können (Netz-/Hostanteil, Subnetzmaske, Anzahl möglicher Hosts).

Außerdem gehören Netzwerktopologien (Stern, Bus, Ring, Baum) und die zentralen Komponenten wie Switch, Router und Access Point dazu. Häufig wirst du gefragt, eine sinnvolle Verkabelung zu skizzieren, eine Subnetzmaske zu berechnen oder Geräte ihrer richtigen Funktion zuzuordnen.

3. Projektplanung & Netzplantechnik

Bei der Netzplantechnik berechnest du, wie lange ein Projekt dauert und welche Vorgänge keinen Spielraum haben. Wichtig sind die Begriffe frühester/spätester Anfang und Ende, der kritische Pfad und die Pufferzeiten. Ergänzend solltest du ein Gantt-Diagramm lesen und Vorgänge in einer Zeitleiste darstellen können.

Punktebringer: Der Netzplan folgt einem festen Rechenschema und kommt fast immer vor. Wer die Vorwärts- und Rückwärtsrechnung sicher beherrscht, holt hier zuverlässig viele Punkte, dieses Thema lohnt sich besonders zu üben.

4. Nutzwertanalyse

Bei der Nutzwertanalyse vergleichst du mehrere Angebote anhand verschiedener Kriterien. Du gewichtest die Kriterien nach Wichtigkeit, bewertest jedes Angebot mit Punkten und rechnest daraus den Gesamtnutzwert aus. Am Ende begründest du, welche Lösung objektiv am besten abschneidet.

Punktebringer: Auch die Nutzwertanalyse läuft nach einem klaren Schema ab (Gewichtung × Bewertung = Teilnutzen, Summe = Nutzwert). Mit etwas Übung sind das sichere Punkte, neben dem Netzplan eines der lohnendsten Themen zum Trainieren.

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5. Wirtschaftlichkeit & Kosten

Eine IT-Lösung muss sich auch rechnen. In diesem Bereich solltest du die wichtigsten Kostenarten unterscheiden können, etwa fixe und variable Kosten oder einmalige Anschaffungs- gegenüber laufenden Betriebskosten. Häufig geht es darum, die wirtschaftlich sinnvollste Option zu erkennen und zu begründen.

Ein Klassiker ist der Angebotsvergleich: Du stellst mehrere Angebote gegenüber, berücksichtigst Rabatte, Skonto und Zusatzkosten und ermittelst, welches Angebot am günstigsten ist. Solche einfachen kaufmännischen Rechnungen sollten dir leicht von der Hand gehen.

6. IT-Sicherheit & Datenschutz

IT-Sicherheit ist aus keinem Arbeitsplatz mehr wegzudenken. Du solltest die zentralen Schutzziele kennen, Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit, und typische Maßnahmen zuordnen können (Zugriffsrechte, Verschlüsselung, Backups, sichere Passwörter).

Beim Datenschutz geht es um die Grundlagen der DSGVO: Was sind personenbezogene Daten, welche Grundsätze gelten (z. B. Datensparsamkeit, Zweckbindung) und wie geht man verantwortungs­voll mit Daten um? Erwarte hier eher Verständnis- als Rechenaufgaben.

7. Geschäftsprozesse & BPMN

Ein IT-Arbeitsplatz unterstützt immer einen Geschäftsprozess. Du solltest Abläufe in einem Unternehmen erkennen, beschreiben und in einem Modell darstellen können. Seit der Neuordnung 2025 wird dafür die Notation BPMN (Business Process Model and Notation) verwendet, mit ihren Grundelementen wie Ereignissen, Aktivitäten und Gateways.

Typische Aufgaben: einen einfachen Prozess als BPMN-Diagramm modellieren oder ein vorgegebenes Diagramm interpretieren. Was sich mit der Neuordnung sonst noch geändert hat, liest du im Artikel AP1-Prüfung 2025: Alle Änderungen.

8. KI-Grundlagen

Künstliche Intelligenz ist seit der Neuordnung 2025 neu in der AP1. Gefragt sind hier keine tiefen Algorithmen, sondern ein solides Grundverständnis: Was ist KI, wie unterscheidet sich z. B. maschinelles Lernen von klassischer Programmierung, und wo wird KI im IT-Arbeitsplatz sinnvoll eingesetzt? Auch Chancen, Grenzen und Risiken (etwa beim Datenschutz) können Thema sein.

Da dieses Themengebiet noch jung ist, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Vorgaben deiner IHK. Eine Einordnung der Neuerungen findest du ebenfalls im Artikel AP1-Prüfung 2025: Alle Änderungen.

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Häufige Fragen zu den AP1-Themen

Welche Themen kommen in der AP1 dran?

Die AP1 dreht sich um das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes. Prüfungsrelevant sind unter anderem IT-Arbeitsplatz und Hardware, Netzwerktechnik (IP-Adressen, Subnetze, Topologien), Projektplanung und Netzplantechnik, Nutzwertanalyse, Wirtschaftlichkeit, IT-Sicherheit und Datenschutz, Geschäftsprozesse mit BPMN sowie seit 2025 KI-Grundlagen. Die verbindliche Themenliste steht im Prüfungskatalog deiner IHK.

Was sind die wichtigsten AP1-Themen?

Als klassische Punktebringer gelten die Netzplantechnik (kritischer Pfad, Pufferzeiten) und die Nutzwertanalyse (Angebote gewichten und bewerten). Beide sind klar nach Schema lösbar, kommen häufig vor und bringen viele sichere Punkte, sie lohnen sich besonders zu üben.

Kommt Programmieren in der AP1 dran?

Klassisches Programmieren mit echtem Code ist nicht Teil der AP1. Seit der Neuordnung 2025 entfallen in Teil 1 auch Struktogramme und Programmablaufpläne (PAP). Der Fokus liegt auf Konzepten und dem Modellieren von Geschäftsprozessen, seit 2025 mit BPMN.

Wie viele Themengebiete umfasst die AP1?

Die AP1 umfasst mehrere Themengebiete rund um das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes, von Hardware und Netzwerken über Projektplanung und Wirtschaftlichkeit bis zu IT-Sicherheit, Geschäftsprozessen und KI-Grundlagen (siehe Überblick oben). Verbindlich festgelegt sind die Inhalte im IHK-Prüfungskatalog.